• Taizé-Gebet

    Unser ökumenisches Taizé – Gebet findet jeden 1. Sonntag im Monat um 18.00 Uhr in der evangelischen Kirche am Markt statt und dauert etwa 45 Min.

    Mit Gesängen zu beten ist eine Form der Suche nach Gott. Dabei kommt es nicht darauf an gut singen zu können. Vielmehr schaffen die kurzen und wiederholten Gesänge eine Atmosphäre, in der man gesammelt beten kann. Der oftmals wiederkehrende, aus wenigen Worten bestehende Grundgedanke, prägt sich allmählich tief ein. Meditatives Singen macht bereit auf Gott zu hören. Alle können in diese Gesänge einstimmen, die wir in vielen Sprachen singen.

    Diese Art mit Gesängen zu beten ist durch Taizé über den ganzen Erdkreis bekannt. Jugendliche und Ältere aus aller Welt pilgern seit ca. 60 Jahren in das kleine französische Dorf in Burgund, um die Stille mit Gott, die Begegnung mit der ökumenischen Brüderschaft und Menschen aus allen Erdteilen zu erleben.

    1946 hat Frère Roger Schutz diese Bruderschaft gegründet – die erste ökumenische dieser Art. Evangelische, katholische und orthodoxe Brüder und Geistliche aus vielen Ländern der Welt haben sich nach und nach dort angeschlossen. Es sind über 100 Brüder zurzeit, erfrischend viele junge. Einige von ihnen leben bei den Ärmsten in der Welt in kleinen Gemeinschaften, z.B. Kalkutta, Brasilien, Nairobi, Hongkong, u.a.. Immer wieder widmen junge Menschen ein oder zwei Jahre ihres Lebens, um in Taizé oder an anderen Orten mit der Gemeinschaft zu leben und zu arbeiten.

    Warum pilgern junge und ältere Menschen nach Taizé?
    Die Brüder sind sehr gastfreundlich und nehmen jeden jungen Menschen mit seinen Fragen, in seiner Suche nach Sinn und nach Gott ernst. Dort begegnet man ihnen nicht mit vorgefertigten Antworten, sondern hört erst mal zu, was der andere zu sagen hat. Man begegnet sich dort über konfessionelle und politische Grenzen hinweg und sucht das Gemeinsame. Die Trennung der Kirchen zu überwinden war eine große Sehnsucht von Frère Roger, ferner in Frieden und in Gemeinschaft zusammen zu leben.

    Der heutige Prior der Kommunität von Taizé, Bruder Alois, sagt:
    „Wir bieten den Jugendlichen eigentlich nicht viel mehr als Zeit, Raum und Geduld. Und das Erstaunliche ist, dass viele Jugendliche, die sonst die Stille meiden und jeden Moment mit Musik und SMS ausfüllen, hier die Stille schätzen und das Gebet entdecken. Natürlich schauen sie auch sehr genau hin, ob unser Zeugnis als Gemeinschaft von Brüdern glaubwürdig ist. Nur so kommen unsere Worte auch an.“

  • Aktuelles aus der Gemeinde

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